Wüste Sause am 12.05.12!

Mehr Infos gibt es auf dem BLOG: einfach auf die Bilder klicken!

 

Hey UN! Stop Morocco's Human Rights Violations in WESTERN SAHARA (internat. Aktionstag am 14.4.2012)

Die Westsahara ist die letzten Kolonie Afrikas. Sie wurde völkerrechtswidrig von Marokko besetzt und Menschenrechtsverletzungen geschehen in den besetzten Gebieten täglich.
Deswegen wird die UNO aufgefordert, ihren dort stationierten Truppen (MINURSO) einen entsprechenden Schutzauftrag zu erteilen.

Um dieser Forderung Gehör zu verschaffen, fanden am Samstag, den 14.04.2012 zeitgleich in Madrid, Paris, London, Wien, Oslo, Stockholm, Helsinki, Rom, Den Haag, Brüssel und Berlin, aber auch in den saharauischen Flüchtlingslagern in Algerien Aktionen statt.

Eine Gruppe in Melbourne hatte bereits am 13.04. den Anfang gemacht. Die Aktionen standen unter dem Motto „MINURSO: Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen!“ und wurden durch jeweils drei Affen dargestellt.
Wie in vielen der anderen Städte fand die Aktion in Berlin vor der französischen Botschaft statt, weil Frankreich die Besatzungsmacht Marokko in jeder Hinsicht unterstützt und selbst die Frage der Menschenrechtsbeobachtung mit Vetodrohungen im Sicherheitsrat der UN zu verhindern weiß.

Getragen wurden diese Aktionen von der saharauischen Studierendenvertretung (UESARIO) und Unterstützergruppen in verschiedenen Ländern. An der Aktion in Berlin beteiligte sich u.a. Volker Beck (die Grünen), Mitglied im Bundestagsausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe.

Die Enttäuschung über den mittlerweile 20jährigen ergebnislosen Verhandlungsprozeß bei der UNO ist insbesondere bei jungen Saharauis, die unter der Besatzung oder unter extremen Bedingungen in Flüchtlingslagern leben müssen, sehr groß. Ein Ende des gegenwärtigen Waffenstillstands wird vielfach gefordert. Der Sicherheitsrat der UN, der nun im April über eine Fortsetzung des MINURSO-Mandats befinden muss, sollte sich dieser Enttäuschung und Ungeduld gerade der jungen Saharauis bewußt sein und nachdrücklicher für die Lösung des Konfliktes einsetzen, um eine mögliche militärische Eskalation noch verhindern zu können.

Mehr Bilder und Berichte zu den Aktionen in den unterschiedlichen Städten sowie der gemeinsame Brief an den UNO-Sicherheitsrat sind auf dem BLOG zu finden: einfach auf das folgende Bild klicken!

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Eröffnung des Jugendzentrums in Ausserd!

Es ist geschafft... Das Jugendzentrum wurde am 10. Dezember 2011 erfolgreich eröffnet.

Der Tag begann mit den Vorbereitungen für die Eröffnung, wir waren auf dem Markt und besorgten noch einige Dinge, wovon die meisten letztendlich nicht benötigt wurden. Anschließend kamen wir im Jugendzentrum an und betraten den Flur der schon "feierlich" mit den sahrauischen Flaggen geschmückt war. Auch der Gemeinschafts- / Versammlungsraum war vorbereitet, Einige Kleinigkeiten zu Essen und Getränke standen für den erwarteten Besuch bereit.

Nur der Rest war irgendwie... noch nicht fertig... die Stühle nicht zusammen gebaut, der Staub nicht abgewischt und die Tafeln nicht aufgestellt, aber dank fleißiger Unterstützung war auch dies schnell erledigt. Nach einer kurzen Mittags- und Erfrischungspause konnten sie kommen. Und Sie kamen. Schon 15.30 Uhr stand das algerische Fernsehen und die ersten Gäste vor der Tür, obwohl der offizielle Termin erst 16.00 Uhr war. Nach und nach kamen immer mehr Menschen zusammen, der Bürgermeister von Ausserd, die Bürgermeisterin von La Guera (der Bezirk), das saharouische Fernsehen, Mitglieder der UJSARIO und der Studierendenvereinigung, Kinder und Jugendliche aus Ausserd, Unterstützer_innen von anderen Willayas wie Zein oder Khalil, Maima und viele viele weitere z.B Mitglieder des autonomen Jugendzentrums und der WFDY. Nachdem Musa das Namensschild kurzer Hand mit einem Stein festhämmerte und zwei Kinder Milch und Datteln gereicht haben, wurde das Zentrum eröffnet erklärt.

Nachdem das Fernsehen erste Aufnahmen gemacht hat und alle Räume durch die Besucher besichtigt wurden, ging es ziemlich schnell zu den Reden über. Die anwesenden Bürgermeister_innen, die Verantwortlichen der UJSARIO von La Guera und Ausserd und dann die Vertreterin der Projektgruppe. Etwas aufgeregt meisterte sie ihre Aufgabe großartig, trotz das die geplante Rede, auf Grund der zweifachen Übersetzung, etwas gekürzt wurde. Dann gab es noch Interviews zu geben und anschließend war das erstemal Zeit, um ein Feedback zu bekommen.

Es war positiv. Der Bau, die Idee, die Visionen, alles wurde gelobt. "Ich habe es in den Gesichtern der Mädchen gesehen, dass sie sehr froh über dieses Zentrum sind.", war eine der Aussagen,die wir anschließend gehört haben.
Es war ein gelungener Start, um aus dem Zentrum einen Ort der Begegnung, der Bildung und der Partizipation zu machen.

 

Freedom of movement! (Aktion am 10.12.11)

Am internationalen Tag der Menschenrechte (10.12.), haben wieder vermeintliche marokkanische Soldaten, mit Pappgewehren bewaffnet, ein Teil eines Demozugs besetzt...

Durch unsere Beteiligung an der Demo gegen Abschiebehaft und Flughafenknäste (vom S-Bahnhof Spindlersfeld zum Abschiebeknast Grünau) wollten wir sowohl über den Westsaharakonflikt informieren als auch Bleiberecht und Freizügigkeitsrecht für alle Menschen fordern.

Neben dem Transparent "Don't occupy... Western Sahara!", waren Plakate wie "Ob Abschiebeknast oder Flüchtlingslager... Freedom of mouvement ist everybody's right!" oder "Sieger: Platz 1 für beständigstes Flüchtlingslager - 36 Jahre Menschenrechtsverletzungen, Ignoranz und Ausbeutung der Sahrauis - verliehen an Marokko und Europa" zu lesen. Und die Rückmeldungen über unsere Aktion zu diesem doch eher unbekannten, letzten Kolonialkrieg Afrikas waren nur positiv.

Einige Fotos gibt es hier und hier.

 

Don't occupy... Western Sahara! (Aktion am 12.11.11)

Mit Pappgewehren bewaffnet versperrten vermeintliche marokkanische Soldaten am 12.11.2011 den Teilnehmer_innen der Occupy-Demonstration 'Banken in die Schranken' den Weg zum Brandenburger Tor. Sie hielten dabei ein abgesperrtes Gebiet, die Westsahara, besetzt und machten keinen Hehl daraus, dass sie von Frankreich, Spanien und der EU gesponsort wurden.

Ein Transparant und Flyer mit der Aufforderung 'Don't occupy... Westsahara' sorgten schließlich für die nötige Aufklärung. Die Aktion stand nicht im Widerspruch zur Occupy-Bewegung, sondern machte auf den andauernden Westsaharakonflikt und die mit ihm verbundenen wirtschaftlichen Interessen und die Verletzung von Völker- und Menschenrechten durch Marokko aufmerksam.

So wurde vor 36 Jahren (14. November 1975) das 'Madrider Abkommen' zwischen Spanien, Marokko und Mauretanien unterzeichnet.

Seitdem und bis zum heutigen Tag...

  • hält Marokko völkerrechtswidrig einen Großteil der Westsahara besetzt

  • leben nach UNHCR-Angaben 200.000 Sahrauis in Flüchtlingslagern

  • schirmt Marokko mit einem über 2000 km langen militärischen Schutzwall die besetzten Gebiete ab und geht mit massiver Gewalt gegen jeglichen Protest der Sahrauis vor

  • wartet die sahrauische Bevölkerung auf ein UN-Referendum zur Selbstbestimmung, welches jedoch u.a. durch den Einfluss von Frankreich verhindert wird

  • ist die EU an der Ausbeutung von Rohstoffen und den Fischbeständen der Westsahara beteiligt und profitiert von der völkerrechtswidrigen Besetzung.

In diesem Sinne fordert die Projektgruppe Westsahara: 'Don't occupy... Westsahara', denn „Wir sollten uns bewußt darüber sein(…), dass Besetzungen in anderen Ländern gewaltsam und brutal sind. Wir sollten lernen, 'NEIN' zu militärischen Besetzungen zu sagen.“ (Angela Davis, Occupy Wall St. New York, USA, 30. Oktober 2011)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Video: DONT OCCUPY...