
Die Westsahara ist die letzten Kolonie Afrikas. Sie wurde völkerrechtswidrig von Marokko besetzt und Menschenrechtsverletzungen geschehen in den besetzten Gebieten täglich.
Deswegen wird die UNO aufgefordert, ihren dort stationierten Truppen (MINURSO) einen entsprechenden Schutzauftrag zu erteilen.
Um dieser Forderung Gehör zu verschaffen, fanden am Samstag, den 14.04.2012 zeitgleich in Madrid, Paris, London, Wien, Oslo, Stockholm, Helsinki, Rom, Den Haag, Brüssel und Berlin, aber auch in den saharauischen Flüchtlingslagern in Algerien Aktionen statt.
Eine Gruppe in Melbourne hatte bereits am 13.04. den Anfang gemacht. Die Aktionen standen unter dem Motto „MINURSO: Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen!“ und wurden durch jeweils drei Affen dargestellt.
Wie in vielen der anderen Städte fand die Aktion in Berlin vor der französischen Botschaft statt, weil Frankreich die Besatzungsmacht Marokko in jeder Hinsicht unterstützt und selbst die Frage der Menschenrechtsbeobachtung mit Vetodrohungen im Sicherheitsrat der UN zu verhindern weiß.
Getragen wurden diese Aktionen von der saharauischen Studierendenvertretung (UESARIO) und Unterstützergruppen in verschiedenen Ländern. An der Aktion in Berlin beteiligte sich u.a. Volker Beck (die Grünen), Mitglied im Bundestagsausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe.
Die Enttäuschung über den mittlerweile 20jährigen ergebnislosen Verhandlungsprozeß bei der UNO ist insbesondere bei jungen Saharauis, die unter der Besatzung oder unter extremen Bedingungen in Flüchtlingslagern leben müssen, sehr groß. Ein Ende des gegenwärtigen Waffenstillstands wird vielfach gefordert. Der Sicherheitsrat der UN, der nun im April über eine Fortsetzung des MINURSO-Mandats befinden muss, sollte sich dieser Enttäuschung und Ungeduld gerade der jungen Saharauis bewußt sein und nachdrücklicher für die Lösung des Konfliktes einsetzen, um eine mögliche militärische Eskalation noch verhindern zu können.
Mehr Bilder und Berichte zu den Aktionen in den unterschiedlichen Städten sowie der gemeinsame Brief an den UNO-Sicherheitsrat sind auf dem BLOG zu finden: einfach auf das folgende Bild klicken!

